Wir sind für Sie da!

Die Situation im Umgang mit dem Virus COVID-19 („Corona-Virus“) weist eine hohe Dynamik auf. Das führt zu Unsicherheiten und Fragen, weswegen wir Sie an dieser Stelle über unsere Maßnahmen und Empfehlungen informieren möchten.

Uns erreichen aktuell viele Anfragen, wie sich die von der Politik beschlossenen Maßnahmen auf den Segelsport oder zum Beispiel das Abslippen in den Vereinen auswirken. Bitte lesen Sie hierzu die unten stehenden Meldungen sowie die häufig gestellten Fragen. Sollte Ihre Frage darin nicht beantwortet werden, mailen Sie gern an pr@berliner-segler-verband.de. Unser Obmann für Öffentlichkeitsarbeit und die Geschäftsstelle werden sich um schnelle Klärung bemühen. Bitte bedenken Sie aber vor allem auch den Zweck der Maßnahmen: Zwischenmenschliche Kontakte zu minimieren, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Vernunft geht vor Vergnügen.

04.04.2020: Update: Corona VI

Liebe Vorsitzende, liebe Mitglieder,

wir leben in stürmischen Zeit und wissen zurzeit leider nicht, wohin der Wind dreht. Der Vizepräsident des LSB, Karsten Finger, hat auf Anfrage eines Rudervereins Folgendes geschrieben: „Die Verlautbarung der Wasserschutzpolizei war mit der Senatsinnenverwaltung nicht abgestimmt und die Senatsverordnung untersagt weiterhin den Vereinssport…. Der LSB verhandelt aktuell mit dem Senat über Öffnungsklauseln, da wird der Wassersport dabei sein. Diese Verhandlungen sollten wir aber abwarten.“

Daraufhin haben wir die letzte Information Corona V sicherheitshalber wieder aus dem Netz genommen und raten allen Vorsitzenden abzuwarten, bis die Senatsinnenverwaltung die neue Auslegung der Wasserschutzpolizei bestätigt.

Allen Bootseigner zeigt dieses Hin und Her aber, dass Bewegung in den Bereich Wassersport kommt und sich jeder schon einmal darauf einstellen kann, dass die Winterpause nicht mehr ewig dauern wird. Umso mehr wird es nach einer Lockerung vom verantwortungsvollen Verhalten jedes Einzelnen abhängen, ob diese gewonnenen Freiheiten von Dauer sind. 

Ich entschuldige mich ausdrücklich für die entstandene Verwirrung und wünsche Ihnen allen ein Wochenende voller Vorfreude auf kommende Stunden auf dem Wasser.

Reiner Quandt

28.03.2020: Informationen der Wasserschutzpolizei Berlin

2020-03-28_Wasserschutzpolizei_Wassersport trotz COVID-19.pdf (82,8 KiB)

26.03.2020: Update: Corona IV

Liebe Vorsitzende, liebe Vereinsmitglieder,

vor einer Woche hatten wir in unserem Rundschreiben Corona III auf die verschärfte Corona-Lage hingewiesen.

Jeder Einzelne ist von einer Situation betroffen, die leider auch immer wieder zu Unfrieden bzw. Unverständnis in den Vereinen führt.

Unverändert fragen Sportler in unserer Geschäftsstelle nach der aktuellen Rechtslage und verweisen auch auf Veröffentlichungen von Rechtsanwälten, die zu einem großen Teil aus anderen Bundesländern stammen. Wir verstehen, das sich viele nach der langen Winterzeit nach einigen erholsamen Stunden auf dem Wasser sehnen. Jegliches Verständnis fehlt uns aber für die „Kameraden“, die sich vom BSV Unterstützung im Kampf gegen den eigenen Vorstand erhoffen, um doch noch irgendwie in ihrem Verein den Segelsport ausüben zu können.

Wir haben dennoch die gestellten Anfragen erneut zum Anlass genommen und uns an unseren unmittelbaren Ansprechpartner, den LSB, gewendet und Ihre Wünsche und Anliegen weitergegeben.

Anfrage an den den Direktor LSB

„Sehr geehrter Herr Teuffel,

unverändert sind die Segler und vermutlich auch weitere Wassersportler uneins, ob eine Einstellung des Sportbetriebs in den Sportanlage gleichbedeutend mit einem Verbot des individuellen Segeln auf unseren Berliner Gewässern ist.
Hinzu kommt, dass zwei Stadtbezirke (Treptow/Köpenick und Reinickendorf/Tegel) zusätzliche Verschärfungen angeordnet haben, indem sie ihren Vereinen auferlegt haben, die Sportanlagen „zu sperren“.

Zur Vereinfachung erlauben wir uns diese dem Schreiben beizufügen.

Zu guter Letzt hat auch noch die Bundeskanzlerin in den Abendnachrichten vom 23.03.2020 betont, dass sie den Individualsport unverändert als wichtiges Instrument zur Stärkung der Gesundheit sieht woraus viele Segler nun ableiten, unter Beachtung der Auflagen ihren Sport ausüben zu dürfen.

Die allermeisten Segelvereine haben ihr Clubhaus und ihre Sanitäranlagen für die Benutzung gesperrt und Überholungsarbeiten an den Schiffen, soweit diese noch an Land stehen, untersagt.

Die Wassersportler, deren Schiffe im Wasser liegen, möchten nun, so wie die Jogger oder Fahrradfahrer, Sport treiben und mit ihrem im Wasser liegenden Schiff mit der in häuslicher Gemeinschaft wohnenden Familie oder maximal zu zweit gerne segeln gehen. Dazu müssen sie in der Regel einige Meter auf dem Steg, den man der „Anlage“ zurechnen könnte, zurücklegen.

Unsere Fragen lauten:

1) Ist individuelles Segeln auf den Berliner Gewässern unter Beachtung der geltenden Regeln (nicht mehr als zwei „fremde“ Sportler oder mit der Familie) gestattet?

2) Wenn ja, gilt das auch für die Bezirke Reinickendorf/Tegel und Treptow / Köpenick?

3) Darf ein Trainer auf einem Motorboot einen einzelnen Segler trainieren unter Aussparung der Sportanlage (außer durchqueren der Anlage)?

Es gibt mitlerweile von mehreren Rechtsanwälten Statements, die eindeutig das individuelle Segeln als nicht verboten einstufen (ein Beispiel ist beigefügt). Wir möchten die zahlreichen Anfragen der Vereine und auch einzelner Mitglieder von Segelvereinen gerne beantworten und hoffen auf eine Einschätzung der rechtlichen Lage ihrerseits.

Wir bitten Sie daher nochmals, bei Ihren div. Gesprächen mit der Senatsverwaltung für die Wassersportler eindeutige Aussagen zur Sperrung der Wassersportanlagen und zur Nutzung der Berliner Gewässer zu erhalten.

Wir danken Ihnen an dieser Stelle für Ihren unermüdlichen Einsatz als Interessenvertreter für den Berliner Sport. Bleiben Sie bei Kräften und vor allem gesund!“

Rückantwort vom Direktor LSB, Herrn Friedhard Teuffel:

„Vielen Dank für Ihr Schreiben. So klar Sie Ihre Fragen formuliert haben, so ungewiss ist im Moment leider die Auslegung der Rechtsverordnung des Berliner Senats. Daher ist das hier auch nur eine Zwischenmeldung von uns.

Die Ausführungen von Herrn Rechtsanwalt Kunze zur Allgemeinverfügung lässt sich jedenfalls nicht ohne Weiteres auf die Berliner Situation übertragen. Die Berliner Verordnung vom 22.03.2020 spricht in § 4 Absatz 1 ausdrücklich von der „Untersagung des Sportbetriebs auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimmbädern, Fitnessstudios, Saunen, Solarien u. ä.“. Anders als in der Allgemeinverfügung geht es nicht um die Begriffe „Sperrung“ oder „Schließung“. Daher kommt es auch nicht auf die Differenzierung der Begrifflichkeiten an.

Was uns bisher aus der Senatsverwaltung mitgeteilt wurde, ist es auch unerheblich, ob die Anlage in Vereins-/ Privateigentum steht, es geht um das Sporttreiben als solches. Was nun wirklich mit Sporttreiben gemeint ist, dazu gibt es noch keine trennscharfe Auslegung. Bisher müssen wir davon ausgehen, dass schon der Zugang über das Gelände (als öffentliche oder private Sportanlage i.w.S.) auch als Einzelperson mit Boot im Zweifel als Sporttreiben zu verstehen ist.

 Ihre berechtigten Fragen sind für uns ein weiterer Anlass, um bei der Senatsverwaltung auf eine Klarstellung zu drängen. So bald wir mehr erfahren haben, ob offiziell oder informell, melden wir uns wieder bei Ihnen.

Auch für Sie alles Gute in dieser Zeit der Einschränkungen und des Sichgeduldenmüssens!

Herzliche Grüße, Friedhard Teuffel, Direktor

 

Unverändert ist der LSB mit der Senatsverwaltung im Gespräch und wird auch diese Anliegen mit dem Staatssekretär, Herrn Aleksander Dzembritzki, erörtern.

Zum jetzigen Zeitpunkt empfehlen wir unverändert den Vorständen unserer Mitgliedsvereine den Sportbetrieb in den Vereinen zu untersagen und ggf. auch mit geeigneten Mitteln zu unterbinden. Die Polizei kontrolliert vom Wasser aus und zumindest ein Verein ist wegen seines Abslippens angezeigt worden. Ein Verstoß gegen die Verordnung des Senats kann hohe Bußgelder bis zu Gefängnisstrafen nach sich ziehen. Das möchte mit Sicherheit kein Vereinsmitglied mit seinem persönlichen Verhalten erreichen.

 

Unverändert richten wir an alle Seglerinnen und Segler die Bitte:

Seien Sie solidarisch und akzeptieren Sie die Entscheidungen Ihres Vorstandes. Sobald uns von der Senatsverwaltung Änderungen vorliegen, werden wir Sie selbstverständlich sofort informieren.

Denken Sie bitte daran, dass es auch eine Zeit nach Corona geben wird. Dann wird wieder Frieden in den Vereinen einziehen, aber nur, wenn das Verhältnis zwischen Vorstand und Mitgliedern in der Corona-Zeit nicht völlig zerrüttet wurde. Die ehrenamtlichen Kräfte in den Vereinen haben weder den Virus noch die damit einhergehenden Beschränkungen zu verantworten, sie sind aber dazu verdammt, die Verbote ohne Ausnahme umzusetzen.
Machen Sie es Ihren Vorständen bitte nicht so schwer, demnächst sind Sie wieder froh, wenn Sie Mitglieder für die Ausübung eines Ehrenamtes gefunden haben.

Bleiben Sie stark!
Berliner Segler-Verband e.V.

Reiner Quandt
Präsident

20.03.2020: Update: Sportbetrieb auf privaten Sportanlagen

Sportamt Berlin-Reinickendorf - Kerstin Gaebel

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Vereine,

im Sportamt kommen vermehrt Nachfragen zur Ausübung Sports auf Ihren privaten Grundstücken, hier insbesondere Wasser- und Reitsport.

Mangels näherer Informationen habe ich vereinzelt die Auskunft gegeben, dass z.B. das Alleine-Segeln möglicherweise unproblematisch sein könnte. Das beurteile ich inzwischen anders. Die Verordnung zur Eindämmung des Corona-Virus untersagt ausdrücklich sämtlichen Sportbetrieb mit dem Ziel, die sozialen Kontakte auf das notwendigste Maß zu reduzieren. Das hat zur Folge, dass auf den vom Bezirksamt verwalteten Sportanlagen absolut kein Betrieb mehr stattfindet! Hier dürfen auch keine Einzelpersonen Sport treiben. Das Ordnungsamt überwacht die Einhaltung dieses Verbots. Bei Zuwiderhandlungen wird die Polizei gerufen.

Ich gehe davon aus, dass diese Konsequenz grundsätzlich auch für Ihre Sportanlagen gilt. Selbst der einsame Angler muss zuvor den Weg zum Wassergrundstück zurück gelegt haben und ist unterwegs möglicherweise mit anderen Menschen in Kontakt getreten. Ich bitte Sie darum, die Anweisungen ernst zu nehmen. Wir leiden alle unter den diversen Einschränkungen, die uns auferlegt werden, die aber dazu dienen, Leben zu retten.

In besonders begründeten Einzelfällen können Ausnahmen von der Untersagung auch auf privaten Sportanlagen durch das Land Berlin zugelassen werden, z.B. im Kontext des Profisports. Für private Sportanlagen werden diese von der Senatsverwaltung für Inneres und Sport erteilt. Ich bitte Sie, etwaige Anfragen direkt dort zu stellen:

Senatsverwaltung für Inneres und Sport

Abteilung Sport – IV AbtL  –

Leiterin der Abteilung Sport

Klosterstraße 47, 10179 Berlin

Telefon: +49 30 90223 2957

E-Mail: Gabriele.Freytag@SenInnDS.berlin.de

19.03.2020: Update: Appell an die Vernunft und Solidarität

Liebe Vorsitzende,
nach zwei Wochen verschärfter Corona-Lage ist es Zeit, Ihnen ganz herzlich zu danken! Anhand der vielen Anfragen, die uns in der Geschäftsstelle erreichen, können wir im BSV ungefähr nachvollziehen, was Sie zurzeit in den Vereinen durchmachen und wie schwierig der Umgang mit Ihren Mitgliedern sich in diesen Zeiten gestaltet. Mein Dank gilt auch den Mitarbeitern der Geschäftsstelle, dem LLZ und den Reviervorsitzenden, deren Tag früh morgens beginnt und manchmal erst weit nach der Tagesschau endet!

Zum dritten Mal nun nochmals eine Hilfestellung für alle Ehrenamtlichen:
Ihr ganzes Handeln als Vorsitzende / Vorsitzender muss (!) darauf gerichtet sein, eine Übertragung des Virus unter Ihren Mitgliedern zu verhindern. Alle nachfolgenden Hinweise sind rechtlich nicht verbindlich. Wenn Sie sicher gehen möchten, müssen sie um Auskunft bei den jeweiligen Verordnungsgebern nachfragen.

In Reinickendorf und Treptow/Köpenick hat Ihnen die Verordnung des Bezirksamtes mit der Anordnung der Schließung der Sportanlagen nicht nur alle Mittel an die Hand gegeben, sondern es nimmt Sie als geschäftsführender Vorstand auch persönlich in die Pflicht. Sie persönlich (!!!) sind für die Einhaltung der Verordnung verantwortlich. Das Nichtbefolgen kann erhebliche Strafen bis zur Haft nach sich ziehen. Das bedeutet, die Benutzung der Sportstätten ist durch Sie zu verhindern (Schlösser austauschen, Kette um das Tor etc.). Wenn die (öffentliche) Gaststätte Ihres Vereins sich innerhalb ihrer Sportanlage befindet, kann sie nicht genutzt werden. Eine Frage nach Abslippen erübrigt sich also. Eine Kontrolle von Haus, Hof und Booten können Sie natürlich organisieren.

In allen anderen Bezirken, in denen (bisher) „nur“ die Senatsverordnung gilt, ist der Sportbetrieb in und auf privaten und öffentlichen Anlagen untersagt.

Damit soll verhindert werden, dass durch die Ausübung des Sports und der damit verbundenen Nutzung der Sanitäranlagen und der Begegnung von Mitgliedern untereinander die Übertragung des Virus begünstigt oder ermöglicht wird. Der reine Gaststättenbetrieb einer verpachteten Messe (nicht durch die Mitglieder betrieben) unterliegt zurzeit den Regeln für Gaststätten. Das macht natürlich keinen Sinn und ist den Mitgliedern auch nicht zu vermitteln. Sie dürften kommen, um ein Bier zu trinken, nicht jedoch um ihr Boot zu pflegen. Insoweit bitten wir Sie, auch die Gaststätte zu schließen obwohl hier noch ein juristisches Schlupfloch bestehen könnte. Besprechen Sie das vorher mit dem Pächter!

Viele Fragen erreichten uns bezüglich des Slippens und der Ausübung des Segelsports („Darf ich Segeln gehen?“).
Bootsüberholungen, Slippen usw. zählen unstrittig zur Ausübung des Sportbetriebs und sind untersagt. Nicht nur die Mitglieder selbst sind für ihr Handeln verantwortlich, sondern auch Sie als Vorstand, der in der Pflicht steht, für rechtskonformes Verhalten der Mitglieder zu sorgen. Professionelle Kräfte (Kranfirmen, Bootsbauer, Handwerker aller Art) nehmen in Ausübung ihrer Arbeit nicht am Sportbetrieb teil und können dementsprechend z.B. beim Slippen tätig werden. Damit sichern Sie diesen Arbeitskräften, die wir nach der Corona-Zeit weiterhin brauchen werden, ein Einkommen während dieser schweren Zeit.

Können Sie als Vorsitzende oder Vorsitzender zulassen, dass Ihre Mitglieder segeln gehen?
In den Revieren, in denen die ganze Sportanlage zu sperren ist, mit Sicherheit nicht. In den anderen Revieren ist die juristische Situation unklar, da sich die Mitglieder, um segeln gehen zu können, zumindest vorrüberhegend in der Sportanlage aufhalten müssen. Appelieren Sie an ihre Mitglieder, Solidarität zu üben und nicht nach Schlupflöchern zu suchen, um in den nächsten Wochen doch ihr Hobby ausüben zu können. Es ist hart, nach dem Winter bei dem kommenden schönen Frühlingswetter nicht aufs Wasser zu können aber wie klein ist doch diese Einschränkung, wenn dadurch Leben gerettet werden können!

Wenn Sie in Reinickendorf und Treptow/Köpenick Ihre Mitglieder daran hindern, die Grundstücke, Steganlagen und Vereinshäuser zu betreten, machen sie alles richtig. Die Mitglieder sollten aber darauf vertrauen können, dass eine regelmäßige Kontrolle der Anlagen und Boote gewährleistet ist. In den Bezirken, in denen in oder auf den Sportanlagen der Sportbetrieb untersagt ist, sind Sie als Vorstand in der Pflicht, den Sportbetrieb zu verhindern. Dazu reicht es im Normalfall aus, die für die Durchführung des Sportbetriebs notwendige Infrastruktur wie Toiletten, Waschräume, Schrankräume etc. zu sperren. Gewerbliche Kräfte haben Zugang und dürfen auch Boote ins Wasser bringen. Die regelmäßige Kontrolle der Boote und Gebäude sollte auch hier sichergestellt werden.

Liebe Vorsitzende, ich hoffe, dass Ihnen diese dritte Klarstellung etwas hilft. Versuchen Sie, Ihren Mitgliedern zu vermitteln, dass Sie sich nicht in ihr Ehrenamt haben wählen lassen, um im Herbst einen durch den Virus verursachten Mitgliederschwund erklären zu müssen. Manchmal hilft nur eine heftige Ansage.

An alle Seglerinnen und Segler richte ich die Bitte:

Seien Sie solidarisch und akzeptieren Sie, dass Sie in den nächsten Wochen oder Monaten nicht segeln können. Die Zeit wird kommen,in der wir mit doppelter und dreifacher Freude unsere Boote wieder zu Wasser lassen und ohne schlechtes Gefühl gemeinsam unserem schönen Sport nachgehen können.

Bleiben Sie stark!
Berliner Segler-Verband e.V.

Reiner Quandt
Präsident

© SVG Service Verlag

17.03.2020: Update: Abslippen in den Vereinen in der Corona-Pandemie

Liebe Vorsitzende,liebe Seglerinnen und Segler,
erlauben Sie mir ein persönliches Wort vor unserer zweiten Corona-Information:
Gestern Abend hat ein Politiker in den Nachrichten gesagt: „Jetzt hat auch der Letzte den Schuss gehört.“ Das möchte ich auch Ihnen gerne zurufen. Zahlreiche Anfragen haben uns gestern in der Geschäftsstelle erreicht, ob ein Abslippen unter das Verbot des Sportbetriebs fällt oder ob die Vereine zu- bzw. abgesperrt werden müssen. Auf unsere Bitte hin hat sich auch der LSB intensiv mit dieser Frage beschäftigt, vielen Dank dafür.

Wir sind uns einig, dass die sozialen Kontakte im Sportbetrieb zu unterbleiben haben („Der Sportbetrieb…wird untersagt). Gewerbliche Arbeiten in und auf Ihrem Vereinsgelände fallen dementsprechend nicht darunter. Als Vorsitzender sind sie dafür verantwortlich, ihre Mitglieder zu schützen und geltendes Recht durchzusetzen. Das bedeutet, dass Sie Aktivitäten der Mitglieder auf ihrer Sportanlage nicht genehmigen dürfen. Damit dürfte bei der großen Mehrheit der Vereine auch das Abslippen vorerst ausfallen. Bitte beachten Sie bei aller Paragraphenklauberei den Sinn der Beschränkung: Durch die Vermeidung nicht unbedingt erforderlicher Sozialkontakte soll die Bevölkerung geschützt werden! Dabei ist es völlig unerheblich, ob Sie die Boote jetzt, in zwei Wochen oder zwei Monaten ins Wasser bringen.

Vor Rücknahme der Verordnungen sind Sie als Vorsitzende / Vorsitzender dafür verantwortlich, dass geltendes Recht in Ihrem Verein umgesetzt wird und kein Sportbetrieb und damit auch kein Segelsport ausgeübt wird! Es ist traurig, dass unser schöner Sport für wahrscheinlich Monate nicht ausgeübt werden kann, aber es handelt sich auch nur um den Luxus einer herrlichen Freizeitgestaltung. Wieviel wichtiger ist es doch, wenn Sie sich im Herbst vor die Mitgliedschaft stellen können und sagen dürfen: „Hurra, wir sind alle noch da!“

Ihr Reiner Quandt

Thematik Abslippen

Wie angekündigt hat der Berliner Segler-Verband gestern und heute weitere Rücksprachen mit dem Landessportbund Berlin gehalten. Der LSB hat in diesem Gespräch bekräftigt, dass das Abslippen mit in den sportlichen Betrieb fällt, der per Senatsverordnung vom 14. März 2020 untersagt ist, unabhängig von der Teilnehmerzahl.

Wir wissen, dass einige diese Maßnahmen für übertrieben halten - doch die Ansteckung mit dem Virus verläuft exponentiell. Aktuell geht das Robert-Koch-Institut davon aus, dass ein Infizierter drei weitere Menschen ansteckt, das zeigt auch der bisherige Verlauf der Fälle in Berlin.

Das bedeutet: Ist in einer Runde von 5 Teilnehmern ein Infizierter, sind es danach 3, dann 9, dann 27, dann 81...

Die Bundesregierung hat beschlossen, viele kleine Läden und Bars zu schließen und die Öffnungszeiten von Restaurants zu beschränken. Dies gilt auch für Vereinsgaststätten die dem öffentlichen Betrieb unterliegen, alle anderen Vereinsgaststätten müssen ganz geschlossen werden. Siehe dazu auch:
https://www.rbb24.de/wirtschaft/thema/2020/coronavirus/beitraege/bundesregierungvorschlag-
laeden-schliessen.html

Das Abslippen findet erst in zwei Wochen statt, bis dahin wird sich die Situation voraussichtlich noch verschärfen. Der Berliner Segler-Verband empfiehlt deshalb dringend, das Abslippen zu verschieben und alles Mögliche zu tun, die Kurve der Ansteckungen flach zu halten, um dem Gesundheitssystem eine Chance zu geben, die Erkrankten gut zu versorgen.

Bitte bleiben sie weiterhin gesund
Mit kameradschaftlichen Grüßen

Reiner Quandt

16.03.2020: Maßnahmen des BSV und Empfehlungen an die Mitgliedsvereine

Mit Bezug auf die Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus des Landes Berlin (1) vom 14.03.2020 sieht sich das Präsidium des Berliner Segler-Verbandes in der Pflicht als Arbeitgeber Entscheidungen für den Bundesstützpunkt Segeln und die Geschäftsstelle zu treffen.

Daher werden mit sofortiger Wirkung folgende Maßnahmen ergriffen:
• Der Bundesstützpunkt / Landesstützpunkt Segeln wird nach Absprache mit dem Landessportbund ab Montag, 16.03.2020 geschlossen.
• Die Lehrgänge im Jugendbereich, Aus-und Fortbildungen werden bis zum Ende der Osterferien eingestellt.
• Bis auf Widerruf werden keine Berliner Meisterschaften durchgeführt.
• Die vom Berliner Segler-Verband genehmigten Regatten betreffen den Sportbetrieb und sind bis auf Widerruf einzustellen.
• Das Training in den Revieren, welches von diesen selbst organisiert wird, ist unverzüglich einzustellen.
• Die Ansegelveranstaltungen in den Revieren sind von den Reviervertretern unverzüglich abzusagen. Im Jahr 2020 werden keine Ansegelveranstaltungen im Namen des Berliner Segler-Verbandes durchgeführt.
• Die Geschäftsstelle ist nicht persönlich besetzt, Anrufe werden ab Montag, den 16.03.2020 weitergeleitet. Emails werden weiterhin empfangen und zeitnah bearbeitet.
• Die Bearbeitung von Anträgen wird vorerst eingestellt.

Für die Mitgliedsvereine kann der BSV nur Empfehlungen aussprechen. Der BSV rät jedoch dringend:
• Das Kinder- und Jugendtraining bis auf Weiteres einzustellen.
• Vereinsangebote bis auf Weiteres abzusagen.
• Die Nutzung der Vereinsräume so weit wie möglich einzuschränken. Bei Nutzung des Vereinsgeländes sollten sich Mitglieder in eine Liste mit Namen, Telefonnummer und Adresse eintragen, aus welcher ggf. später der Zeitraum und der Kontakt zu weiteren Personen Vorort erkennbar ist.

Ob und inwieweit auch der Betrieb von Vereinsgaststätten in den Sportbetrieb fällt und was für das in den Vereinen in wenigen Wochen geplante Abslippen der Boote und vorherige Arbeiten an den Booten gilt, wird der BSV am Montag mit dem Landessportbund Berlin klären und anschließend weiter informieren.

Für eventuelle Rückfragen steht Ihnen unser Obmann für Öffentlichkeitsarbeit, Max-Leopold Käther, gern per Mail an pr@berliner-segler-verband.de zur Verfügung.

(1) Quelle: https://www.berlin.de/rbmskzl/aktuelles/rathaus-aktuell/2020/meldung.906890.php

PM - Für die Weiterleitung an Vereinsmitglieder etc.

PM BSV-Corona.pdf (130,4 KiB)

12.03.2020: Start ins Segeljahr 2020 unter schlechten Vorzeichen - Umgang mit dem Coronavirus und bisherige Konsequenzen

Liebe Seglerinnen und Segler,
der Anstieg der Corona-Fälle in Berlin und die Zustände etwa in Norditalien bringen uns alle zum intensiveren Nachdenken und Handeln in unserem Sportbetrieb. Wir haben uns intensiv mit dem Thema COVID-19 auseinandergesetzt und Entscheidungen für die anstehenden BSV Veranstaltungen getroffen.
 
Auf Grund der Momentan herrschenden Empfehlungen den COVID-19 Virus nicht weiter zu verbreiten und Personen nicht unnötig dem Risiko der Infektion auszusetzen  hat das Präsidium des Berliner Segler-Verbandes am 09.03.2020 beschlossen den Fahrtenseglerabend 2020 in die zweite Jahreshälfte zu verschieben. Ebenso wurden für alle Kadergruppen die geplanten Frühjahrslehrgänge in Südeuropa auf heimische Gewässer verlegt.
 
Nach den weiteren Entwicklungen in den letzten 48 Stunden, hat das Präsidium weiterhin entschieden, auch den Berliner Seglertag zu verschieben. Der Termin kann aufgrund der aktuellen Situation zurzeit nicht benannt werden. Wir werden Satzungsgemäß zu einem außerordentlichen Seglertag fristgerecht einladen und den Termin auf der Homepage sowie im Newsletter veröffentlichen.

Empfehlungen für Vereinsaktivitäten vom LSB Berlin und BSV

Das Land Berlin hat wegen der aktuellen Situation alle Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmenden abgesagt. Der Landessportbund Berlin respektiert diese Entscheidung und ruft alle Sportveranstalter auf, dieser Aufforderung zu folgen. Auch kleinere Veranstaltungen von Vereinen und Verbänden, die für eine Verlegung auf spätere Zeiträume geeignet sind, sollten verlegt werden.

Hier müssen die Vereinsmitglieder selbständig entscheiden, welche Veranstaltungen auf dem Vereinsgelände erfolgen sollen. Regatten sind Freiluftveranstaltungen und die Teilnehmer halten naturgemäß mehr als 1,5 Meter Abstand voneinander. Je nachdem, ob der Teilnehmerkreis zu einer überdurchschnittlich gefährdeten Personengruppe gehört, kann der veranstaltende Verein davon absehen einen Begrüßungsabend in seinen Räumen durchzuführen.

Für alle Veranstaltungen gilt grundsätzlich die Risikoabwägung durch den Veranstalter. Das Robert-Koch-Institut gibt dazu auf seiner Internetseite Handlungsempfehlungen:

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risiko_Grossveranstaltungen.pdf?__blob=publicationFile

Bei sportlichen Wettkämpfen sind dabei einige Kriterien besonders relevant:

  • Wie viele Menschen kommen zusammen?
  • Wie eng ist die Interaktion der Teilnehmenden und der Besucher/-innen?
  • Sind die bekannten Risikogruppen (Ältere Menschen (ü60), Menschen mit Grunderkrankungen) vor Ort?
  • Können vor Ort die gebotenen hygienischen Maßnahmen gut umgesetzt werden und kann der empfohlene Abstand der Menschen zueinander eingehalten werden? Auch schlecht belüftete Räume stellen ein Ausschluss-Kriterium für Veranstaltungen dar.
  • Nehmen Menschen aus bekannten Risikogebieten teil?

Im Zweifel geht es darum, der weiteren Ausbreitung des Virus entgegenzutreten.

Für eine individuellere Risikoeinschätzung empfiehlt sich immer die Rücksprache mit den bezirklichen Gesundheitsämtern.

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung hat eine Hotline geschaltet, die zum Thema berät. Besetzt ist die Hotline durch Fachleute des Landesamtes für Gesundheit und Soziales, der bezirklichen Gesundheitsämter und der Charité unter Federführung der Senatsverwaltung für Gesundheit. Die Hotline ist täglich von 8:00 – 20:00 Uhr unter (030) 9028-2828 zu erreichen.

Weitere Infos unter: https://www.berlin.de/sen/gesundheit/themen/gesundheitsschutz-und-umwelt/infektionsschutz/coronavirus/

Für den LSB Berlin und den Berliner Segler-Verband steht die Gesundheit an erster Stelle und wir wollen gemeinsam mit Ihnen unseren Beitrag zur Eindämmung des Virus leisten.

Wir wünschen Ihnen auf diesem Weg einen guten Start in die Segelsaison 2020, wenn in diesem Jahr ein wenig anders.
 
Viel Freude, Erfolge und bleiben Sie Gesund!

Reiner Quandt
Präsident des Berliner Segler-Verbandes

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