Regionalkonzepte des Berliner Segler-Verbandes

Regionalkonzept BSV 2013-2016.pdf (287,7 KiB)

Zusammenarbeit mit dem Landessportbund / Olympiastützpunkt Berlin

Die Zusammenarbeit mit dem Referat Leistungssport des LSB Berlins ist vom gemeinsamen Willen geprägt, optimale Bedingungen für die Sportler zu organisieren, um hohe sportliche Leistungen erzielen zu können. Auf Grundlage der sportlichen Leistungen werden die Föderprogramme des Deutschen Olympischen Sportbundes und des Landes Berlin für die Unterstützung der Kadersegler genutzt. Diese sind:

  • Deutsche Sporthilfe (DOSB),
  • Zuwendungen für die Spitzensportförderung (LSB),
  • Zuwendungen für die Nachwuchssportförderung (LSB),
  • Berliner Sporthilfe - Indiviualhilfe (LSB),
  • Berliner Sporthilfe - Sonderförderung / Sozialfond (LSB),
  • Beraterverträge (LSB),
  • Zuschüsse für Verbandstrainer (LSB),
  • Laufende Folgekosten Landesleistungszentrum (Senatsverwaltung) und
  • Zuwendungen für die Beschaffung von Booten.

Die Zusammenarbeit mit dem OSP Berlin beinhaltet die Laufbahnberatung, die medizinische und psychologische Betreuung und Leistungsdiagnostik der Bundeskader. Durch den Deutschen und Berliner Segler-Verband ist zu prüfen, auf welchen Gebieten eine weitere Unterstützung notwendig ist.

Durch die räumliche Trennung zwischen Trainings- und Wettkampforten und den Einrichtungen des OSP Berlin, werden die Möglichkeiten des OPS bisher wenig genutzt.

Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Sportmedizin

Die zunehmende Professionalisierung im Segelsport sowie die Einführung neuer olympischer Bootsklassen, mit einem hohen physischen Anspruch, erfordern neue Anforderungen an Training und Wettkampf. Dieses macht eine regelmäßige sportmedizinische Betreuung unablässig. Die Einrichtungen in der Clayallee und der Fritz-Lesch-Str. stehen zur Verfügung. Die Empfehlungen und Hinweise der Ärzte werden den Sportlern und Trainern zur Kenntnis gegeben und bei der Trainings- und Wettkampfplanung berücksichtigt.

Zusammenarbeit mit der Eliteschule des Sports (Flatow Oberschule)

Die Flatow-Oberschule ist eine spezifische, flexible Schulart, die auf die Bedürfnisse leistungssportlich trainierender Schülerinnen und Schüler ausgerichtet ist. Sie ist eine staatliche Schule, daher gibt es auch kein Schulgeld.

Das erklärte Ziel der Flatow-Oberschule ist die optimale Förderung von leistungssportlich trainierenden Kindern und Jugendlichen im Einklang mit einer hochwertigen schulischen Ausbildung.

Das Verbundsystem "Sportbetone Schule und Leistungssport" hat sich als Konzept erwiesen, zu dem es gegenwärtig keine Alternative gibt.

Der Berliner Segler-Verband nutzt die Vorteile dieser sportbetonten Schule gezielt, um die Veränderungen im Berliner Schulsystem und die erhöhten sportlichen Anforderungen in Übereinstimmung zu bringen.

Das Wahlpflichtfach Segeln wird auf dem Gelände des LLZ durch drei Lehrer-Trainer, die eine DSV Trainerlizenz besitzen, sowie den Trainern des LLZ durchgeführt. Durch die Zusammenarbeit zwischen den Landestrainern und den Lehrertrainern können die sportlichen Interessen der jungen Talente im Wahlpflichtfach Segeln entwickelt werden.

Die Koordination von schulischer Ausbildung und leistungssportlichem Training bietet den Kaderseglern gute Möglichkeiten für ihre leistungssportliche Entwicklung. Bei längeren Freistellungen vom Schulunterricht für Lehrgänge oder auch für Wettkämpfe werden dem Sportler durch die jeweiligen Fachlehrer konkrete Aufgabenstellungen mitgegeben. Die Möglichkeit der Kommunikation zwischen Lehrer und Schüler per Interent sind vorhanden.

Gegenwärtig nutzen die Kadersegler die vielfältigen Möglichkeiten der Flatow Oberschule. Die sportbetone Flatow OS bietet den Kaderseglern:

  • geplante Förder- und Stützunterrichte nach Notwendigkeit und Absprachen,
  • die Möglichkeit der Schulzeitstreckung.
  • bei Bedarf Internatsunterbringung und
  • sichere Jahresplanung für Wettkämpfe und Trainingslager.

Neben der Bildungsempfehlung (ISS oder Gymnasium), dem letzten Zeugnis und einem gesundheitlichen Gutachten des Zentrums für Sportmedizin ist für die Aufnahme an der Flatow-Oberschule die Empfehlung durch den Landessportbund ausschlaggebend.

Der Berliner Segler-Verband führt am 07. November 2015 für alle Disziplinen den Eignungstest für die Einschulung zum Schuljahr 2016/2017 im Landesleistungszentrum durch. Hierbei werden die unten aufgeführten Anforderungen abgeprüft.

Kriterien

Im Folgenden werden die Kriterien für eine Förderung an der Flatow Oberschule festgelegt. Die Leistungskriterien für die Disziplin Segeln haben sich als praktikabel und Aussagekräftig erwiesen und werden somit nahezu unverändert übernommen.

1. Leistungsvoraussetzende Kriterien
1.1 allgemeine athletische Kriterien:

  • Kraftausdauer (6er Test)
  • Gewandtheit (Kastenbummerang)
  • Spiel-/Laufüberprüfung
  • Sportmedizinische Untersuchung zur Eignung zum Leistungssport

Die Auswertung erfolgt über eine Punktetabelle, wobei Gesamt mindestens 40 Punkte, in jeder Teilübung jedoch mindestens 5 Punkte erreicht werden sollen.

1.2 spezifische Kriterien:

Aufnahmeklasse Klasse 7

  • regelmäßige Teilnahme am Trainings- und Wettkampfbetrieb in einem Segelverein (Einschätzung des Vereinstrainers!!)
  • Nachweis der Schwimmfähigkeit
  • Die schulische Leistungen müssen den Anforderungen des Schultyps entsprechen, Abiturreife wird angestrebt
  • Nachweis über wichtige Regattaergebnisse
  • Die Seglerinnen und Segler müssen den Umstieg in den Opti A Bereich vollzogen haben
  • Es wird ein Theorietest in den Gebieten Wettfahrtregeln, Taktik, Technik /Trimm durchgeführt. Dabei müssen mind. 65% der Punkte erreicht werden müssen
  • Abschließend wird ein Gespräch mit dem Sportler/der Sportlerin und seinen/ihren Eltern geführt
  • Die reine Normerfüllung muss nicht Anrecht auf eine Aufnahme sein. Vielmehr ist das Gesamturteil des Trainerteams (Landestrainer, Lehrertrainer) hinsichtlich der langfristigen Leistungsentwicklung bindend

Quereinsteiger
Quereinsteiger müssen die für das entsprechende Alter angesetzten Normen für den Landes- bzw. Bundeskader erfüllen. Maßgeblich ist auch hier nicht die reine Normerfüllung, sondern vielmehr das Gesamturteil der Landestrainer hinsichtlich der langfristigen Leistungsentwicklung,

leistungssportliche Laufbahnbestätigung

Die Laufbahnbestätigung für die Klassen 9 und 11 erfolgen fortlaufend. Bindend hierfür sind die geltenden Landes- bzw. Bundeskaderkriterien. Auch hier ist eine reine Normerfüllung kein Anrecht auf eine Weiterförderung, vielmehr ist das Gesamturteil der Landestrainer hinsichtlich der langfristigen Leistungsentwicklung. Da die Sportart Segeln ihren Leistungshöhepunkt sehr spät hat, sollte eine Förderung von Sportlern die hinsichtlich eines langfristigen Leistungsaufbaus noch keinen Kaderstatus erreicht haben, möglich sein.

2. Grobraster der Überprüfungen

Die Sichtung von Kandidaten für die Einschulung in Klasse 7 erfolgt durch die Landestrainer fortlaufend, Grundlage sind hier Regattaergebnisse, Ranglisten und Kadersichtungen. Zeitraum ab ca. 1,5 Jahre vor Einschulung

  • Gespräche beim Tag der offenen Tür Anfang Dezember
  • Eignungstest Oktober/November
  • Entscheidung Ende Januar
  • für die Seiteneinsteiger ist eine fortlaufende Überprüfung der Leistungsvoraussetzungen angesetzt
  • Seiteneinsteiger sollten bis April feststehen


3. Verantwortlich für das Gesamturteil der sportfachlichen Entscheidung

Sind das Trainerteam des Berliner Segler Verbandes in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Vereinstrainern bzw. Bundestrainern.

4. Verantwortliche Landestrainer

Martin Schlaaff
Leitender Landestrainer

Berliner Segler-Verband e.V.
Landesleistungszentrum Segeln
Eberhardt Engelmann Haus
Müggelseedamm 74
12587 Berlin

Tel.: (030) 64 19 78 75
Mail: llz@berliner-seglerverband.de

Verantwortlich für die Überprüfung der aufgeführten Kriterien sind die Landestrainer des Berliner Segler-Verbandes in enger Zusammenarbeit mit den Sportlehrern der Flatow Oberschule.