Bootstypen für inklusives Segeln
Auf den ersten Blick scheint das Segeln für Menschen mit körperlichen Einschränkungen nicht die Sportart der ersten Wahl zu sein – erfordert sie doch vermeintlich viel Beweglichkeit und zugleich Stabilität an Bord. Doch die meisten Handicaps können inzwischen technisch durch Adaptionen ausgeglichen werden. Segeln ist so zu der Sportart mit dem wohl größten Inklusionspotenzial überhaupt geworden.
Neben neuen, auf beeinträchtigte Menschen ausgelegten Bootsklassen gibt es zahlreiche Möglichkeiten, vorhandene Boote durch geeignete Umbauten an die Erfordernisse dieser anzupassen.
Beispiele für inklusive Bootsklassen
Vielleicht die erste Bootsklasse, die inkluisives Segeln möglich machte, ist die 2.4m Klasse, die einem klassischen Design der 12m Klasse nachempfunden ist. Es wird von nur einer Person gesegelt und ist in Berlin traditionell stark.

RS Venture Connect
DasBoot für zwei Personen. Es eignet sich für Teams aus aktivem und weniger aktivem Segler/-in, aber auch für zwei Sportlerinnen und Sportler mit Behinderung. Viele Konfigurationsmöglichkeiten (z. B. Schotführung, Sitzposition, Steuerung per manuellem oder elektrischem Joystick). Der RS Venture Connect war zum Beispiel als Boot bei der Parasailing-WM im Einsatz. Großer Vorteil für Vereine: Man kann mit geringem Aufwand die Sitze und das Zentralpult ausbauen sowie die Steuerung umbauen, so dass das Boot jederzeit auch als gewöhnliches Boot genutzt werden kann. Es ist auch mit Gennaker segelbar.

Weitere
Darüberhinaus gibt es weitere geeignte Bootsklassen, über die der Deutsche Segler-Verband informiert:
https://www.dsv.org/segeln/inklusives-segeln/boote/boote-mit-adaptionsmoeglichkeiten/

