Landessportbund präsentiert neues Kinderschutzsiegel

Kinderschutzsiegel Praesident Thomas Haertel 2vli Foto LSB Berlin EnglerKinderschutz sei für den Landessportbund Berlin ein besonders wichtiges Thema, sagt Thomas Härtel, Präsident des Landessportbunds Berlin. "Wir bieten unseren Verbänden und Vereinen seit mehreren Jahren präventive Maßnahmen, Schulungen und Beratungen an. Nun erweitern wir unser Engagement und haben ein Kinderschutzsiegel entwickelt, das wir nach bestimmten Kriterien vergeben werden. Wir wollen, dass noch mehr Sportvereine Verantwortung für den Kinderschutz übernehmen, kompetente Ansprechpartner/-innen vor Ort gewinnen und zur Bildung eines Netzwerks im Sport beitragen. Zugleich wollen wir für mehr Transparenz für Eltern, Mitglieder und die Öffentlichkeit sorgen.“

 „Die Kriterien des Kinderschutzsiegels sind an das Stufenmodell der Deutschen Sportjugend (dsj) angelehnt, betont Steffen Sambill, Vorstandsvorsitzender der Sportjugend im Landessportbund Berlin. "Dieses liefert die Basis für die Erarbeitung eines Schutzkonzeptes für präventive und intervenierende Maßnahmen im Verein. Dazu gehört auch die Vernetzung mit Schulen, so dass die Sportlandschaft eine kontinuierliche Implementierung von präventiven Maßnahmen erlebt. Wir unterstützen die Kinderschutzbeauftragten bei der Implementierung der präventiven Maßnahmen, die das Siegel fordert. Zukünftig wollen wir mit unseren Maßnahmen die Peer-to-peer- Komponente noch stärker berücksichtigen, weil Kinder eher gleichaltrigen vertrauen und sich ihnen anvertrauen.“

Lutz Munack, Geschäftsführer Nachwuchs- und Amateurfußball beim 1. FC Union: „Auch die Proficlubs sind im Bereich des Kinderschutzes aktiv. Wir bei Union schulen unsere Trainer und Übungsleiter sowie Vereinsverantwortliche zum Thema Kinderschutz und Prävention sexualisierter Gewalt. Wir haben mit Anna Becker, Cordelia Nawroth und Thorsten Scharf drei Kinderschutzbeauftragte benannt. Zudem ist bei uns bereits ein Schutzkonzept für Kinder, Jugendliche und Erwachsene vorhanden. Unser Ziel ist es, einen maximalen Schutz für Kinder und Jugendliche aufzubauen, verbunden mit einem praktikablen System der Umsetzung. Wenn dies dazu führt, dass wir einer der ersten Vereine sind, die das Kinderschutzsiegel des Landessportbunds Berlin erhalten, würden wir uns umso mehr freuen.“

"Mit dem Siegel setzen wir Standards im Sport für den Kinderschutz", sagt Kirsten Ulrich, Vizepräsidentin Frauen und Gleichstellung im Landessportbund Berlin. "Das Siegel dürfen nur Verbände und Vereine nutzen, die in ihrer Arbeit vorbildlich und verantwortungsbewusst mit Kindern und Jugendlichen umgehen. Die Gültigkeit von fünf Jahren garantiert eine enge Zusammenarbeit mit Verbänden und Vereinen und die Überprüfbarkeit der Kriterien. Durch die Siegel-Zertifizierung ermöglichen wir Verbänden und Vereinen, ihre Haltung zum Kinderschutz in der Öffentlichkeit zu platzieren und sich sichtbar zu positionieren.“

Die sechs Kriterien, die zur Beantragung des Siegels erforderlich sind:

  1. Angaben der/des Kinderschutzbeauftragten
  2. Unterzeichnung der Kinderschutzerklärung und des Ehrenkodexes durch den Verband/Verein
  3. Regelmäßige Überprüfung der erweiterten Führungszeugnisse für alle mit Kindern und Jugendlichen arbeitenden Personen
  4. Verankerung der Prävention jeglicher seelischer, verbaler, körperlicher und sexualisierter Gewalt in der Verbands-/Vereinssatzung
  5. Regelmäßige und verbindliche Schulungen und Fortbildungen zum Thema Kinderschutz und Prävention
  6. Umsetzung der Eckpunkte des Landessportbunds Berlin für ein Schutzkonzept.

Weitere Informationen sowie den Antrag finden Sie hier.

Quelle&Foto: LSB Berlin

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